In den „Gedanken zur Woche“ wird versucht, einiges von dem Zeitgeschehen aufzugreifen und Verbindungslinien zu der Bibel zu finden. Sie sollen uns eine kleine Hilfe geben, um dem Licht etwas näher zu kommen: Dem Herrn Jesus Christus.
Waldbrände in Los Angeles
Am Abend des 5. Januar 2025 wurde im Beverley Hilton Hotel der rote Teppich für die Besten der Filmbranche ausgerollt. Schauspieler und Filmemacher gaben sich hier ihr Stelldichein. Dankesreden und Selbstbeweihräucherung, Alkohol, Gelächter, schmutzige Witze. Die Golden-Globes-Verleihung in unmittelbarer Nähe von Los Angeles war eine Party, wie sie schon Belsazar, der König von Babel, gefeiert hat: „Dann brachte man die goldenen Gefäße, die man aus dem Tempel des Hauses Gottes in Jerusalem weggenommen hatte; und der König und seine Gewaltigen, seine Frauen und seine Nebenfrauen tranken daraus. Sie tranken Wein und rühmten die Götter aus Gold und Silber, aus Kupfer, Eisen, Holz und Stein.“ (Daniel 5,3-4) Belsazar verstieg sich in seinem Größenwahn und verübte eine Gotteslästerung, die ihresgleichen suchte.
Die Moderatorin Nikki Glaser wird hoch gelobt dafür, dass sie das Publikum an eben diesem Abend „geröstet“ hat: „So much has already happened in the first half, and the acceptance speeches have been on fire. Who got shouted out the most? Let’s look at the numbers! Alright, cast and crew are leading the way with 11 mentions. Moms are holding strong with three shoutouts. God, creator of the universe, zero mentions. And Mario Lopez, host of Access Hollywood, one. Alright. No surprise in this godless town.“/“In der ersten Hälfte ist schon so viel passiert, und die Dankesreden waren flammend. Wer wurde am meisten bejubelt? Werfen wir einen Blick auf die Zahlen! Also gut, die Schauspieler und die Crew liegen mit 11 Nennungen vorn. Die Mütter halten sich mit drei Nennungen gut. Gott, der Schöpfer des Universums, hat null Nennungen. Und Mario Lopez, Moderator von Access Hollywood, eine. Na gut. Keine Überraschung in dieser gottlosen Stadt.“ Ja, wahrlich keine Überraschung!
„In demselben Augenblick kamen Finger einer Menschenhand hervor und schrieben, dem Leuchter gegenüber, auf den Kalk der Wand des königlichen Palastes; und der König sah die Hand, die schrieb. Da veränderte sich die Gesichtsfarbe des Königs, und seine Gedanken ängstigten ihn; … und seine Knie schlugen aneinander.“ (Daniel 5,5-6) Auch wenn Belsazar die Worte an der Wand zunächst nicht verstand und panisch nach der Deutung suchen ließ, so erfüllten sie doch ihren Zweck sofort: sie zwangen den überheblichen König buchstäblich in die Knie vor dem Gott, den er verlästert hatte.
Am Morgen des 7. Januar schrillen in Los Angeles die Sirenen. Die Hollywood Hills gehen ebenso buchstäblich in Flammen auf. So mancher „gerösteter“ Golden-Globe-Partygast verlässt an diesem Morgen in Todesangst seine Millionenvilla oder seine Luxus-Suite, um den sunset fires zu entkommen. 12 000 zerstörte Gebäude, 27 Tote, 18 Vermisste, 200 000 Evakuierte, 15 000 Hektar verbrannte Fläche und kein Ende in Sicht, im Gegenteil: der gefürchtete, brandbeschleunigende Föhnwind soll schon bald wiederkehren. Fragst du immer noch: Wo ist Gott? Verstehst du seine Sprache nicht?
Der Prophet Daniel erklärt dem hochmütigen König Belsazar: „Und dies ist die Schrift, die gezeichnet worden ist: Mene, mene, tekel upharsin. Dies ist die Deutung der Sache: Mene – Gott hat dein Königtum gezählt und hat ihm ein Ende gemacht. Tekel – du bist auf der Waage gewogen und zu leicht befunden worden. … In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, getötet.“ (Daniel 5,25-30)

Gott schweigt nicht. Er ruft den Menschen durch das Feuer in Los Angeles zu: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ (Galater 6,7) Noch ist Gott bereit jedem zu vergeben, der seine Lebensschuld einsieht und freiwillig die Knie vor ihm beugt. Doch die Frist läuft ab: „Dann werden sie zu dem HERRN schreien, und er wird ihnen nicht antworten…“ (Micha 3,4) „Denn es steht geschrieben: „So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.““ (Römer 14,11)